Lebensreise

Das Tagebuch-die Schatzkiste deiner Erinnerung

das Tagebuch

Das Notieren von Tages- und Lebensereignissen ist so alt wie die Menschheit. Schon in Steinzeithöhlen finden wir Bilder von Tieren, Menschen und Alltagsszenen. Sicher, die Schrift war noch nicht erfunden, an Bücher nicht zu denken und das Bild das einzig mögliche Ausdrucksmittel. Dennoch ist die Botschaft klar zu lesen. „Heute haben wir ein großes Mamut erlegt, die ganze Sippe ist satt und sitzt nun zufrieden um das Feuer“ steht da zum Beispiel.

Gedanken und Erlebnisse zu notieren ist ein Urbedürfnis. Es hilft Erlebtes zu verarbeiten, Eindrücke zu sortieren und zu erinnern. Wenn du die Dinge „durch die Hände“ gleiten lässt ist es einfacher sie zu „begreifen“.

Kurtagebuch Mutter-Kind-Kur
MutterKindKur*

Innerer Frieden, Kreativität, eine geordnete Lebensstruktur und eine verbesserte Problemlösungskompetenz sind positive Wirkungen des regelmäßigen Schreibens, die sich fast von allein entwickeln. Effekte, die sich durch späteres Lesen und Reflektieren weiter verstärken.

Dabei ist es keineswegs von entscheidender Bedeutung ein Tagebuch im klassischen Sinne zu verwenden, es vereinfacht nur die Aufbewahrung und natürlich auch die Auffindbarkeit der Notizen.

Im Grunde schreiben wir alle, meist ohne darüber nachzudenken oder das Geschriebene als Tagebuch wahrzunehmen. Notizen im Urlaub, Fotobücher mit kleinen Texten oder Briefe und Nachrichten an unsere Freunde… Es gibt unendlich viele Orte an denen kleine und große Lebensnotizen ihren Platz finden, und alle erfüllen den gleichen Zweck.

*Gourmeterinnerungen

Es ist großartig konservierte Erinnerungen zu finden. Liebevoll blättern wir in den Fotoalben unserer Kindheit. Finden wir beim Umzug ein altes Tagebuch halten wir kurz inne, blättern ein wenig und erinnern uns kurz an das Ein- oder Andere, bevor wir das gute Stück sorgsam verpacken. Ein solcher Fund zaubert selbst im größten Stress ein kleines Lächeln ins Gesicht.

Tagebücher hüten wir meist wie einen Schatz. Sie geben, gleich in welcher Form geführt, unseren Lebensnotizen Struktur. Doch

Welche Arten von Tagebüchern gibt es

eigentlich? Zunächst wäre da

das klassische Tagebuch

Ein Heft, leere Seiten, bereit deine frei formulierten Gedanken aufzunehmen. Es gibt ganz wunderbare Tagebücher, mit Linien oder glatten Seiten, mit Schloss oder Goldschnitt, einfach gestaltet oder edel in Leder gebunden. Du kannst es regelmäßig oder nur bei besonderen Ereignissen nutzen, mit Füller und Schönschrift oder kreativ mit Zeichnungen befüllen.

das elektronische Tagebuch

Im Grunde ähnelt die Handhabung der des klassischen Tagebuches. Hauptmerkmal ist das Eintragen freier Texte. Es gibt eine Vielzahl von Apps, geeignet ist aber auch ganz schlicht die Notizfunktion im Handy oder die Aufnahme und Speicherung von Audiodateien.

Darüber hinaus gibt es unendlich viele

geführte Tagebücher

für alle nur erdenklichen Anlässe. Sie begleiten dich durch alle Lebenslagen, zum Beispiel

  • schwierige Momente wie Trauer oder Schmerz
  • wiederkehrende Ereignisse wie Geburtstage oder das Weihnachtsfest
  • spezielle Aufgaben wie die Erreichung sportlicher oder gesundheitlicher Ziele
  • für besondere Ereignisse wie Hochzeiten oder Schwangerschaften
  • für Projekte wie eine Ernährungsumstellung oder sie
  • helfen dir deine persönlichen Ziele zu erreichen
PlanerBeispiel

Diese Art von Tagebuch leitet dich durch vorgegebene Fragen oder Abschnitte. Während du im freien Stil nur deine Eindrücke und Gefühle notierst fordern dich geführte Tagebücher auf dir hilfreiche Fragen zu stellen oder bestimmte Dinge zu tun oder zu hinterfragen. Besonders bei speziellen Projekten ist es nützlich den Anregungen zu folgen, Gedanken zu kanalisieren oder deine Handlungen zu strukturieren.

Oft liegt im Führen eines solchen Tagebuches schon die Lösung des Problems. Wenn du abnehmen möchtest wirst du es zweifellos vermeiden „zwei Tafeln Schokolade und eine Tüte Chips“ im Ernährungstagebuch vermerken zu müssen. Allein das genügt oft schon dich bewußter und gesünder zu ernähren.

Das Reisetagebuch

ist dein Begleiter für Unterwegs. Angaben zum Urlaubsort oder zur Reiseroute, zu mitreisenden Personen und deinen Erlebnissen helfen dir später nicht nur die Erinnerung an deine Ferien lebendig zu halten, sie sind auch bei der Zuordnung von Fotos sehr hilfreich. Besonders bei längeren Reisen durch mehrere Orte ist das ein hoher Nutzen.

Reisetagebuch Usedom
*Reisetagebuch

Das Reisetagebuch sollte dein Begleiter im Handgepäck sein, so kannst du in kleinen Pausen unterwegs das bisher Gesehene und Erlebte eintragen. Zu Hause wirst du dann vielleicht ein Fotobuch gestalten, deine Notizen mit deinen Fotos zu deiner ganz persönlichen Reisestory zusammenstellen oder anhand deiner Aufzeichnungen deinen Freunden von deinen Erlebnissen erzählen.

Dabei erinnerst du dich, und die vielen Eindrücke deiner Reise bleiben dir länger und tiefer haften.

Das Freundebuch

ist eine sehr spezielle Art des Tagbuches. Es erinnert dich nicht an Erlebnisse sondern an Menschen, die dein Leben begleiten. Ob du dich für ein Freundebuch mit leeren Seiten entscheidest und es der Kreativität deiner Freunde überlässt sich zu verewigen oder ob du ein vorgefertigtes Buch mit gleichlautenden Fragen an all deine Lieben nutzen möchtest ist einzig Geschmacksache.

Freundebücher zu führen und zu bewahren ist nicht nur eine nette Erinnerung an deine Wegbegleiter sondern auch Ausdruck von Respekt und Wertschätzung gegenüber diesen Personen.

Wie schreibt man ein Tagebuch?

Ehrlich!

Ganz gleich welche Form des Tagebuchschreibens du dir ausgesucht hast, das Wichtigste am Tagebuchschreiben ist Ehrlichkeit. Nur so reflektiertst du beim Schreiben nutzbringend, nur ehrlich notierte Gefühle helfen dir später dich wirklich zu erinnern oder Probleme zu lösen.

Natürlich wird das auch mal peinlich, aber ist es nicht viel netter in ein paar Jahren über sich selbst zu lachen, als kopfschüttelnd festzustellen das das Notierte weder dir noch der damaligen Situation entspricht?

Darüber hinaus sind die Möglichkeiten ein Tagebuch zu führen genauso vielfältig wie die Tagebucharten. Wichtig ist, dass dein Tagebuch für dich schnell und einfach verfügbar ist. Wenn du erst im Keller oder auf dem Dachboden dein Tagebuch hervorkramen musst wirst du dich am Ende des Tages vielleicht doch nicht zu einer Eintragung aufraffen.

Projektetagebuch*

Du kannst es abends in Ruhe führen, kannst den Tag reflektieren und ihn mit der Niederschrift ausklingen lassen. Oder die Ereignisse die dich bewegen frisch und unreflektiert notieren. Entscheidest du dich für die letztere Variante ist es sinnvoll, deine Notizen zeitnah noch einmal zu lesen. Das hilft die Ereignisse zu verarbeiten.

Dein Ernährungstagebuch solltest du ständig verfügbar haben und auch sofort alle verzehrten Lebensmittel eintragen, so kannst du nichts vergessen.

Tagebücher, die dir helfen sollen deine Ziele zu erreichen oder deine Gedanken und Gefühle zu ordnen, führst du am Besten regelmäßig und an einem ruhigen Ort.

Welche Funktionen erfüllt ein Tagebuch?

Grob unterteilt generiert das Tagebuchschreiben kurz- und langfristige Effekte.

Kurzfristig

Da wäre natürlich zuallererst das Thema Seelenhygiene. Wer sich abends seinen Frust von der Seele schreibt schläft ruhiger, entspannt sich beim Schreiben und sortiert die Ereignisse des Tages schon aus einer gewissen Distanz.

Wenn dich dein Tagebuch an ein bestimmtes Ziel führt siehst du durch die regelmäßigen Eintragungen auch kleinste Entwicklungen sehr schnell. Das generiert Motivation, du erkennst unerwünschte Effekte sofort und kannst früh korrigierende Maßnahmen ergreifen.

Mobbingtagebuch
*Problemlöser

Notizen in deinem Reisetagebuch halten dir den Kopf frei für neue Eindrücke, du musst nicht befürchten etwas zu vergessen und kannst dich frei und entspannt allem Neuen und Fremden hingeben.

Du beobachtest dich selbst, deine Umgebung und die Dinge in deinem Leben bewusster, wenn du weißt dass du darüber schreiben wirst.

Langfristig

Natürlich erinnern wir uns auch ohne Tagebücher an wichtige Ereignisse. Allerdings sind diese Erinnerungen oft lückenhaft, durch Erzählungen verfälscht oder selektiv abgespeichert.

In deinem Tagebuch kannst du noch Jahre später nachlesen was du wirklich erlebt, gesehen oder gefühlt hast. Im Moment des Schreibens bist du authentisch und objektiv. So kann es vorkommen, dass du beim Lesen deines Reisetagebuches feststellst, dass der vermeintlich verregnete Urlaub mehr schöne Tage hatte als dir haften geblieben sind.

Im Laufe der Zeit entwickelst du deine Sprach- und Schreibkompetenz, gewinnst mit Blick auf die Erfolge der Vergangenheit Selbstvertrauen, schärfst deinen Blick für Kleinigkeiten und gewinnst eine positive Grundeinstellung. Du lernst dich selbst besser kennen und erkennst deine Stärken und Schwächen klarer.

Du siehst, Tagebuch schreiben lohnt sich!

Wie verwahrt man ein Tagebuch?

Das ist weitgehend abhängig vom Inhalt.

Vertraust du deinem Tagebuch deine tiefsten Gefühle und Gedanken an ist es sinnvoll das Tagebuch unter Verschluss zu verwahren. Dabei solltest du darauf achten, dass der Aufbewahrungsort für dich selbst leicht zugänglich ist.

Reisetagebücher gehören unterwegs ins Handgepäck, zu Hause ist ein Platz in der Nähe deiner Urlaubsfotos sinnvoll.

Ähnliches gilt für projektbezogene Tagebücher. Während du sie führst sind sie stets leicht zugänglich. Dein Hochzeitstagebuch zum Beispiel sollte für beide Partner griffbereit liegen um neu vereinbarte Termine oder Ideen sofort notieren zu können. Später, wenn das jeweilige Projekt abgeschlossen ist, sammelst du alle Tagebücher an einem Platz. Das kann eine verschlossene Schublade, eine Kiste auf dem Dachboden oder ein Fach im Bücherregal sein.

Wichtig ist, alle abgeschlossenen Tagebücher so zu bewahren das du später schnell und ohne „Suchaktion“ Zugriff hast.

*Bücherregal

Hast du Lust bekommen das Tagebuchschreiben für dich zu entdecken? Dann schau doch einfach mal im Bücherregal des Reisevogels vorbei. Du findest eine reiche Auswahl an Reise- und Thementagebüchern. Sicher ist auch für dich etwas Passendes zum Starten dabei.

Weiterlesen:

Mobbing – was tun

Durchhalten – Schritt für Schritt

Intensivtagebuch – mein Brief an dich

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Autor

Hallo, ich bin Katrin. Ich lebe am Meer und fühle mich mit den Füßen im Sand am Wohlsten. Rauschende Wellen, Wind, das wunderbare Licht und die über dem Wasser ziehenden Wolken begeistern mich immer aufs Neue. Ich liebe das Leben so wie es ist. Mein immer wiederkehrendes Fernweh kuriere ich erfolgreich durch Kofferpacken.