Polen

Dzwirzyno – Meeresrauschen im Dünenwald

Klein ist Dzwirzyno, ein Straßendorf von wenigen Kilometern Länge. Und doch hat das Ostseebad einen ganz besonderen Charme. Zwischen dem ruhigen Wasser des Meeres und einem still und glänzend in der Sonne liegenden Binnensee gelegen bietet der Ort alles was Ferien entspannt und erholsam macht. Die riesige

Düne

trennt die Dorfstraße vom Meer. Die meisten Hotels und Appartmenthäuser sind direkt in die Düne gebaut. Man wohnt quasi mit den Füßen im Sand, im Kiefernwald, nur wenige Meter vom herrlich breiten Strand entfernt.

Duene Dzwirzyno
Dünenimpression

Eine Kombination von Luxus und Natur die ihresgleichen sucht. Zum Glück sind große Teile der wundervollen Dünenlandschaft geschützt und unzugänglich.

Wanderweg in der Duene

An anderer Stelle führen Spazierwege durch die Düne. Die hohen Kiefern duften nach Wald, vom Meer weht eine Briese salzhaltiger Luft herüber, die Vögel zwitschern und es kreuzen – zumindest außerhalb der Saison – nur wenige Spaziergänger den Weg.

Für alle denen ein gemächlicher Spaziergang zu wenig Bewegung ist gibt es einen Fitnessparcours mit fest installierten Sportgeräten.

Wer es gern trubeliger mag erkundet den Ort entlang der

Dorfstraße von Dzwirzyno

Wir schlendern vorbei an den bunten Auslagen der Geschäfte, den Cafés und den vielen Restaurants. Zwischen Souvenier- und Kleidergeschäften locken duftende Waffeln mit leckeren Früchten auf gigantischen Sahnebergen, kreative Eissorten und eine unglaubliche Vielfalt an Restaurants.

Ganz gleich ob traditionelle Speisen, Fischgerichte, asiatische, türkische oder wasauchimmer- Küche, an dieser Straße gibt es wirklich alles. Man sitzt lärmgeschützt innen oder draußen in der Sonne, beobachtet das bunte Treiben der vorbeiflanierenden Feriengäste und genießt die Atmosphäre.

Oder man erwandert

Dzwirzyno am Strand

entlang. Auf bunte Drinks oder leckere Snacks muss auch an der Küste niemand verzichten, dafür sorgen die hübschen Strandgaststätten.

Strandbar in Dzwirzyno
Strandbar

Mit den Füßen im Sand, ausgestreckt auf weißen Daybeds oder in einer Sonnenliege schaukelnd blickt man auf die Wellen, beobachtet die kreischenden Möwen, nippt an einem Drink oder knabbert an einem der vielen Snacks.

Mehr Ruhe, mehr Meer, mehr Entspannung ist für einen Ostseeurlaub kaum vorstellbar. Am Ende des Strandes, an der Hafeneinfahrt, biegt man links ab.

Hafeneinfahrt
Hafeneinfahrt

Vorbei an leise im Wasser schaukelnden Booten bummeln wir unter der Hubbrücke hindurch hinüber zum

Fischereihafen

Unzählige Fischbuden reihen sich aneinander. Sie sind bunt bemalt, selbst bei trübem Wetter sorgen die farbenfrohen Fische an den Wänden für gute Laune.

Reusenfahnen im Hafen
Reusenfahnen

Die achtlos plazierten Reusenfahnen wirken vor dem Hintergrund des Kanals und der Buden fast wie ein Kunstwerk.

Schon am frühen Morgen bilden sich lange Schlangen an den gut gefüllten Räuchertonnen und die Einkehr in den Restaurants versteht sich inclusive eines wildromantischen Blickes auf den Hafen.

Der Verdauungsspaziergang führt uns entlang des reetgesäumten Kanals. Wasservögel im Schilf, die entspannte Gelassenheit einzelner Angler oder leise tuckernde Bötchen begleiten unseren Weg zum

Fischbuden im Hafen von Dzwirzyno
morgens an den Fischbuden

Resko-See

Von dem ist durch den dichten Bewuchs am Ufer nur wenig zu sehen. Einzig von der Terrasse der Marina aus lässt sich der See weit überschauen. Es sieht schön aus wenn kleine weiße Segelboote vor blauem Himmel sanft über das in der Sonne glitzernde Wasser gleiten. Wer mag, kann hier Angeltouren buchen und sein Abendessen selbst fischen.

Kanal zum Reskosee
Kanal zum Reskosee

Früher, zum Ende des zweiten Weltkrieges, starteten auf dem See Wasserflugzeuge um Flüchtlinge aus dem umkämpften Ostpommern zu evakuieren, darunter viele Kinder aus der Kinderlandverschickung.

Heute erinnert hier nichts mehr an die Zeit als rettender Flughafen oder die bei der Aktion verunglückten Menschen. Still und friedlich schweigt das Gewässer über die auf dem Grund ruhenden Spuren der Vergangenheit.

Platform in Dzwirzyno
Aussichtsplattform

Rund um den See gibt es einen gut ausgebauten Radweg. Für die komplette Runde kann man gern einen Tag verplanen, um mit Pausen die Sicht auf den See oder die anliegenden Ortschaften zu genießen.

Zurück in Dzwirzino bummeln wir für einen Abschiedsgruß noch einmal hinüber zum Strand.

Von der

Aussichtsplattform

können wir weit über das Meer und die Steilküste blicken. Wie ein Vogelnest hängt die Plattform über dem Strand. Ein hübsches Fotomotiv und für die meisten Besucher der perfekte Platz für Urlaubs-Erinnerungsbilder.

Wir beobachten die kreischenden Möwen, knipsen selbst die letzten Fotos, atmen noch einmal tief ein und verabschieden uns aus Dzwirzyno, dem kleinen, aber sehr hübschen Ferienort an der Ostseeküste.

Plattform
Plattform Dzwyrzyno

zum Weiterlesen:

Rewal- kleine Perle am Ostseestrand

Autor

Hallo, ich bin Katrin. Ich lebe am Meer und fühle mich mit den Füßen im Sand am Wohlsten. Rauschende Wellen, Wind, das wunderbare Licht und die über dem Wasser ziehenden Wolken begeistern mich immer aufs Neue. Ich liebe das Leben so wie es ist. Mein immer wiederkehrendes Fernweh kuriere ich erfolgreich durch Kofferpacken.